20111122

zwölftens

so, das handy wurde aktualisiert, alles ist gut.
und es wird schon wieder neues geplant, große dinge werfen ihre schatten. ich hab was von muckelplätzchen gehört und von kunst auf hauswänden. aber lasst euch überraschen.
weil ich ungefähr jedem einzelnen menschen, den ich in den letzten 10 tagen getroffen habe, von muckelig vorgeschwärmt habe, wird es im advent ganz schön voll werden.
das heißt viel kunst.
viel kreativität.
viel publikum.
und viel zu tun.
wir wissen nicht, was wir von diesem hype halten sollen, den muckelig auslöst und sind in einer art schockstarre, weil wir nicht darauf klar kommen, das so viele menschen muckelig mögen. sogar wollen: erst eben hörte ich von einem geplanten muckelig-ableger in einer ganz anderen stadt. eine, mit der weder ich noch meine muckler irgendetwas zu tun haben. also ich für meinen teil, ich schüttel meinen kopf und gucke ganz kurz nach links um zu sehen ob da irgendwas ist, was ich verpasst habe. aber da ist nichts. best things come from nowhere.
ich frage mich nur, nach der spontanen begeisterung und dem jubel und dem spaßigen moment.
kann man mit fremden menschen sein innerstes teilen?
wie reagiert man, wenn da noch mehr menschen erwartungsvoll schauen und etwas hören möchten, von dem, was man noch vor ein paar monaten höchstens einem mit äpfeln beklebten notizbuch anvertraut hat?
und wenn menschen das irgendwie mögen, ja, was macht man dann überhaupt?

und mit man meine ich natürlich mich selbst.

was ich eigentlich sagen will ist, dass muckelig nicht nur gemütlich und kuschelig und so weiter ist. so hatten wir uns das ja mal überlegt. aber jetzt ist es irgendwie auch ganz anders. es ist auch ein bisschen schwierig. und angsteinflößend. und es schmeißt dich ins kalte wasser und springt hinterher und tunkt dich ein paar mal unter, sodass dir die luft wegbleibt, wenn du sie doch grade dringend zum singen brauchst. es erfordert mut, das will ich eigentlich sagen.
also wenn ihr teil nehmen wollt an muckelig, dann kommt gerne, kommt alle. aber ihr müsst mut mitbringen, das sag ich euch gleich.





20111118

elftens

muckelig eins war der oberknaller.
oberüberwunderbar und schön. ich war die meiste zeit verwundert und habe den kopf langsam hin und her geschüttelt vor staunen, ganz genau wie ich es mir erhofft habe.
zum beispiel als mark diesen mann genäht hat. oder als sarah ihr lied vorgesungen hat. oder als rebekka die melodika ausgepackt hat. oder dieses foto, auf dem ein mädchen über kopf in die kamera lacht.
ihr habt das video ja gesehen.
und was mich auch glücklicher macht ist, wenn menschen sich in muckelig verlieben, obwohl sie gar nicht dabei waren. wenn sie anfangen zu nicken, wenn ich von samstag erzähle. und immer stärker nicken. und das verstehen. wenn sie die idee lieben und das video schön finden und begeistert sind, dass wir das einfach gemacht haben. und einsteigen wollen, in das projekt. in das konzeptlose konzept. in den rausch der unperfekten kreativität.
mir fehlen die worte, deshalb folgen jetzt nur noch fakten:

das handy ist uralt, das könnt ihr vergessen.
was das sagt.
nächstes mal muckelig ist nämlich am 18.12. um 17:08 uhr.
das ist ein sonntag, sogar ein adventssonntag. der vierte.
wir wissen schon, dass plätzchen gebacken werden. und geschichten erzählt. so richtig muckelig eben.

und musik wird dabei sein. und kunst natürlich. und photografie. und literatur. alles was wir wollen halt.

wo genau wir muckeln könnt ihr bei effi/janne/becci/anna-ruth/latja erfahren.

20111114

neuntes

wie toll war das gefühl, als benjamin heute in der cafeteria von einer party erzählt hat, wo alle wie gebannt auf einen bildschirm gestarrt und geraucht haben. und dann hat er das anti-muckelig genannt.

20111107

achtens

es wird langsam ernst. wir haben jetzt sogar einen flyer.
und eine liveschaltung ins künstlerdorf hannover wird geplant.
ideen sprudeln aus köpfen, die wände in der galerie sind frisch gestrichen.
mikrofone werden besorgt.
menschen überzeugt.
ermutigt.
kommt alle.
ladet kreative ein.
ladet genießer ein.
übt.
lasst entwickeln.
packt eure sachen ein wenn ihr kommt, selbst wenn ihr nicht vorhabt, sie irgendwem zu zeigen. denn am ende ärgert man sich vielleicht. und dann ist es zu spät.

wir freuen uns wie kinder, auch wenn niemand kommt.
auch wenn alles schief geht.
und es am ende keinen sinn ergibt.
was es auch wird, es wird muckelig.
und wir lieben muckelig.

siebstens